11Einer unserer teilnehmenden Vereine, der Space Lama e.V. steht vor seinem größten Projekt überhaupt, für das wireure Unterstützung möchten: Am 18. November 2025 – dem Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch – wollen sie den Deutschen Bundestag mit einer symbolischen Menschenkette umschließen. Mit der Aktion machen sie auf ihre Petition für eine kindgerechte Justiz aufmerksam. Eine zentrale Forderung ist unter anderem die Erhöhung der Mindeststrafe

Dieses Jahr ist ein Kollektiv aus Köln dabei. KEIN HASS NUR BASS. Als wir die Kollektivvorstellung posteten, gab es auf einmal eine Schwemme an miesen kleinen Kommentaren. Eigentlich ungewöhnlich. Aber die LGBTQ Fahne im Logo triggerte diese ganz bestimmte Kategorie an Typen. Besonders häufig begegnet einem der Karl-Heinz, meist mit beginnender Glatze und Schnäuzer. Sein Profilbild zeigt ihn in martialischer Pose, wahlweise am Steuer seines Autos, auf dem Motorrad oder
Wer den Zug der Liebe erlebt, sieht vor allem das, was direkt ins Auge springt: laute Trucks, flatternde Banner, strahlende Gesichter und Bässe, die durch die Straßen rollen. Was man nicht sieht, ist die monatelange Arbeit im Hintergrund und die lange Liste an Kosten, die dieser Tag mit sich bringt. Denn der Zug ist kein kommerzielles Festival. Wir verkaufen keine Tickets, keine VIP-Pässe, kein Merch in Massenproduktion. Alles ist frei

Clubs sterben nicht an schlechter Musik. Sie sterben an steigenden Mieten, an Bürokratie, an fehlenden Schutzräumen. Die Berliner Clubkultur ist mehr als Feiern. Sie ist ein soziales Netz, ein kulturelles Labor und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich ausdrücken und frei sein können. Wer einmal erlebt hat, wie aus einer durchtanzten Nacht neue Freundschaften, Projekte oder sogar Bewegungen entstehen, weiß: Das hier ist mehr als ein Wochenendvergnügen. Der Zug

Wenn im Sommer der Zug der Liebe durch Berlin zieht, sieht man nur die Spitze des Eisbergs: 15 Trucks, laute Bässe, tanzende Menschen, bunte Plakate. Was viele nicht wissen: Dahinter steckt ein ganzes Jahr voller Arbeit, Projekte und Begegnungen. Wir sind nur einmal im Jahr laut, aber wir sind das ganze Jahr aktiv. Seit unserer Gründung 2015 setzen wir uns für eine Stadt ein, die offener, solidarischer und menschlicher ist.

Was als einmalige Demonstration begann, wurde zur lauten Stimme einer Bewegung – gegen Ausgrenzung, für Mitgefühl, Vielfalt und Solidarität. Der Zug der Liebe hat in den letzten zehn Jahren bewiesen, dass politische Botschaften und elektronische Musik keine Gegensätze sind. Ob gegen Rechtsruck, Gentrifizierung oder soziale Kälte: Hier wurde Haltung nicht nur gezeigt, sondern gefeiert. Was in den zehn Jahren passiert ist, erfahrt ihr hier. 2015 Der Startschuss. Eine Demonstration für
Wer in den letzten Jahren auf einer Demo, einem Club-Event oder Festival unterwegs war, ist vermutlich schon drüber gestolpert: „Awareness-Team“, „Safer Space“, „Triggerwarnung“, „Empowerment“. Für die einen ist das längst selbstverständlich. Für andere klingt es wie die neueste Welle an Regeln, Ansprüchen und Sprachvorschriften. Gelegenheits-Clubgänger:innen, die politisch wenig Kontext haben und mit Begriffen wie „FLINTA∗“ oder „Awareness-Struktur“ überfordert sind – und sich durch das neue Regelwerk verunsichert oder genervt fühlen.

Der Zug der Liebe sieht auf der Straße oft aus wie ein spontaner Glückszug mit Bass. Aber das ist eine Illusion.

Der Zug der Liebe ist keine Parade. Es ist auch kein Festival auf Rädern. Es ist eine politische Demonstration mit Musik.
Du warst noch nie beim Zug der Liebe? Kein Problem. Lies das hier. Dann weißt du, worauf du dich einlässt. Der Zug der Liebe ist keine Parade. Es ist auch kein Festival auf Rädern. Es ist eine politische Demonstration mit Musik und das ist ein Unterschied. Wer nur auf den Bass schielt, verpasst den Kern. Ist die Demo weniger relevant, wenn 5 dB fehlen? Wer meint, dass Techno unpolitisch sei, sollte erstmal
