Ziele 2015

Zentrales Anliegen der Demonstration unter dem Titel „Zug der Liebe“ ist der Protest für

Mehr Mitgefühl, mehr Nächstenliebe und soziales Engagement.

Der Zug der Liebe ist eine politische Demonstration – und keine neue Loveparade. Sie will Themen in den Mittelpunkt stellen – und keine Marken. Sie will keine Djs featuren oder Geld für die Übertragungsrechte von Medienanstalten. Wir wollen auf Dinge, Einrichtungen und Aktivitäten hinweisen, die uns lieb geworden sind. Die vielleicht gefährdet sind oder einfach mal mehr Aufmerksamkeit brauchen. Deswegen beteiligen sich auch nur Initiativen und Gruppen an der Demo, die mehr als nur ihre Veranstaltungen promoten, die sich einmischen in die gesellschaftliche Diskussion, die viel mehr in ihre Anliegen investieren, als unter kommerziellen Aspekten zu rechtfertigen ist.

In diesem Zusammenhang setzt sich die Demonstration insbesondere für folgende Kernbotschaften ein:

FÜR eine menschliche Lösung der europaweiten Flüchtlingsproblematik
FÜR eine kulturorientierte Senatspolitik
FÜR den Erhalt von Grünflächen
FÜR Leben statt Hauptstadtwahn ohne Armut und Gentrifizierung
FÜR mehr Jugendförderung und Schutz
FÜR eine nachhaltige Stadtentwicklung
FÜR ein tolerantes Zusammenleben ohne Pegida

– For a human solution of Europe-wide refugee problem
– For the preservation of green areas in Berlin
– For a better life instead of capital delusion without poverty and gentrification
– For more promotion and protection of our youth
– For sustainable urban development
– For a tolerant coexistence without Pegida
– For a culture oriented senate polictics

Das heißt auch: keine Werbebanner, keine Promotion-Teams, kein Getränkeverkauf, keine Sponsoren, kein Merchandising, keine Hymne

Wir wünschen uns eine mehr cluborientierte Senatspolitik, denn wie kann es sein, dass die Stadt ein hippes Image verkauft, dass sie gleichzeitig durch unsensible Bebauungspläne extrem zurechtstutzt.

Wir fordern ein Recht auf Open Airs. Allein die bloße Tatsache, dass Halle und Bremen bereits über Freiflächen verfügen, und Berlin nicht, ist ein Armutszeugnis. Dabei geht es definitiv nicht um Freiluft Veranstaltungen, die aus rein kommerziellen Gründen stattfinden.

Es ist nur eine kleine Sache, aber eine Kriminalisierung von Straßenmusikern wirkt wie eine hilflose Überreaktion angesichts gravierender sozialer Einschnitte in Problemkiezen.

Wir sind gegen den zunehmenden Konflikt zwischen Eigeninteressen und Gemeinwohl, hervorgerufen durch eine Politik, die nicht mehr willens ist, positive Lebensentwürfe und Vorbilder zu generieren, und zu unterstützen.

Wir wollen lokalen Vereinen und Organisationen eine Plattform bieten, um auch auf das tägliche Elend in Berlin aufmerksam zu machen, sei es nun das von Menschen oder von Tieren.

Wir sehen mit großer Sorge ein neues Berlin wachsen, dass vollkommen an den Portemonnaies der Menschen vorbei baut, und dem Rest dank viel zu hoher Miete keinen Raum zum Sparen lässt.

Wir sind nicht nur die Partymetropole Europas. Wir sind nicht nur die langen Kreuzberger Nächte. Und wir sind nicht blind für die gesellschaftlichen Veränderungen um uns herum, die in die falsche Richtung gehen. Wir sehen mit Besorgnis eine zunehmende Aggression im Umgang miteinander, in einer Stadt die für ihre offene und tolerante Lebensweise bekannt ist. Wir sagen: Redet miteinander anstatt euch gegenseitig anzuzeigen. Helft euch gegenseitig, denn was heute falsch läuft, werden eure Kinder ausbaden. Wir schreiben das Jahr 2015 und viele Sicherheiten, die wir noch in den letzten Jahren hatten, sind einfach weg. Wir sehen uns an Europas Außengrenzen mit einem zunehmenden Flüchtlingsstrom konfrontiert, und müssen zusehen, wie Menschen, die vor Bürgerkrieg und islamistischem Terror fliehen, im Mittelmeer ertrinken, weil unsere Politik mauert. Wir können entweder nur entsetzt die Nachrichten schauen, oder wir bringen die Probleme zur Sprache, und auf die Straße.