FÜR den Erhalt von Grünflächen in Berlin

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Wir setzen uns ein für den Erhalt bestehender Grünflächen gegen eine profitorientierte Bebauung, die weder zur Lösung der Wohnungsproblematik, noch zum Erhalt gewachsener Kiezstrukturen beiträgt.

Mehrere Bürgerinitiativen, die im Netzwerk für soziale Stadtentwicklung zusammenarbeiten, machen sich stark gegen die Bebauung von Grünflächen und Kleingärten. Berlin ist eine der wenigen Städte mit so vielen Grünflächen und Parks, die massiv für das Wohlbefinden und bessere Luft in der Stadt sorgen. Die forstschreitende Luxusbebauung muss gestoppt werden, denn es ist weitaus nötiger bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Für Eigentumswohnungen und City Lofts Parks und Grünflächen zu opfern, ist langfristig die völlig falsche Richtung. Das viel zu nahe Verhältnis zwischen Politik und Bauherren zeigt sich auch in der aktuellen Stadtentwicklungspolitik.

Das „Netzwerk für soziale Stadtentwicklung“ hat dabei vor allem den nördlichen Mauerpark und den Landschaftspark Lichterfelde-Süd im Auge. Auf allen drei Grünflächen plant die Firma Groth Neubauten.

Die Bürgerinitiativen wollen vor allem mehr Mitbestimmung. Eine stärkere und bessere Bürgerbeteiligung ist wichtiger denn je, denn wir als hier lebende Menschen sollten angehört werden, bevor Bauprojekte bewilligt werden – und nicht erst hinterher.

Kleingärten und Parks sind längst in allen Großstädten für die sogenannte Biodiversität (dem Zusammenwirken aller einheimischen Tiere und Pflanzen einer Umgebung) unverzichtbare Bestandteile des Stadtklimas geworden, und auch dringend nötig, um der Feinstaub Belastung entgegen zu wirken.

“Derzeit stellt der Senat rund 80 Millionen Euro für die Pflege der öffentlichen Grünflächen pro Jahr zur Verfügung”, informiert Beate Profé, Referatsleiterin für Stadtgrün und Freiraumplanung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. “Die 80 Millionen entsprechen etwa der Hälfte der Summe, die vor zehn Jahren im Haushalt stand.” Im Gesamtbudget aller Berliner Bezirke entspricht das einem Anteil von rund sechs Prozent. Wie viel Geld der Senat für die Pflege zur Verfügung stellt, wird jedes Jahr aufs Neue verhandelt.

Jens Hohmann

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