Leitbild und Ziele

Vision

Der „Zug der Liebe“ soll ein Zeichen der Nächstenliebe gegen rechtspopulistische Triebe in Europa und die anwachsende Gleichgültigkeit in Deutschland setzen. Der Zug der Liebe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Toleranz und Menschlichkeit als wichtige Werte einer liberalen Gesellschaft wieder mehr in den Vordergrund des täglichen Daseins zu rücken. Die Probleme unserer Stadt sollen ebenfalls mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gehoben werden.

Mission

Wir wollen junge Menschen dazu anstiften, neue Wege für sich zu erkennen, eine Vision vermitteln, wie das Füreinander einstehen, mehr Verständnis für andere und gegenseitige Rücksichtnahme, letztlich profitieren lässt. Wir glauben daran, dass alles Gute, dass man anderen angedeihen lässt, wieder zu einem zurückkommt. Die persönliche Intention der Helfer ist dabei für uns nicht wichtig, wir finden dieses Übermaß an Kritik kontraproduktiv und unwürdig.

Strategie

Um auf unsere Ziele aufmerksam zu machen wird der „Zug der Liebe“ einmal im Jahr eine gleichnamige Demonstration/ Kundgebung durchführen. Dieses gemeinsame Erlebnis soll Menschen begeistern und dazu bewegen, sich sozial zu engagieren. Darüber hinaus wird der Verein, in Zusammenarbeit mit der Berliner Club-Szene, über das Jahr verteilt Musikstücke zur freien Verfügung veröffentlichen, denn Musik ist meinungsübergreifend verbindend. Weitere öffentliche Aktionen, um auf unsere Ziele aufmerksam zu machen, halten wir uns zu jeder Zeit offen. Dazu zählt die Plakataktion zur Berliner Wahl ebenso, wie die Ausschüttung von 5000 Euro an Vereine in 2016. Desweiteren betreiben wir gezielte aufklärende Arbeit in sozialen Medien, und die unterstützen Initiativen für Flüchtlinge, Obdachlose und Tiere.

 

Ziele 2017

Wir machen uns im Sommer 2017 zum dritten Mal auf den Weg, um lautstark für mehr Liebe und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Wie auch in den vergangegen zwei Jahren werden wir wieder mit einer Reihe von Musik Trucks durch Berlin ziehen. 2017 geht es für die Presse- und Meinungsfreiheit auf die Straße… denn das Thema ist hochrelevant seit all den Putins, Erdogans und Trumps. Aber auch wir prügeln uns auf Facebook verbal die Köpfe ein, Populisten bestimmen die News, Identitäre klettern auf unser Tor. Blockieren hat das Miteinander reden abgelöst. Medien aller Art, ob nun Magazine, Zeitungen oder Fernsehsender und ihre Vertreter werden diffamiert und sogar körperlich angegriffen. Dazu kommt, das die Pressefreiheit, durch mangelnde Transparenz oder Verweigerung von Zugang bei politischen Veranstaltungen, beschnitten wird. Der absurde Vorwurf, von einer gelenkten Lügenpresse hat online eine gefährliche Filterblase geschaffen, in der rationale Diskussion nur noch als Täuschungsmanöver diskreditiert wird. Auf der Straße zeigen wir, wo echte Mehrheiten sind.Und wir werden auch 2017 wieder zeigen, dass diese Stadt voller netter Menschen ist, die keinen Bock auf diesen Mist haben. Das Menschen aus ganz Deutschland dafür extra nach Berlin kommen. Das Berlin sich nicht klein kriegen lässst. Wir wollen euch nicht zu Aktivisten erziehen oder dazu bringen, politischer zu sein. Uns reicht vollkommen wenn Ihr für mehr Toleranz und Mitgefühl wieder mit uns auf die Straße geht. Also, lasst euch nicht irre machen, (höchstens vom Bass) bleibt anständig und wir sehen uns am 1. Juli 2017! WIR sind ein Zusammenschluss von Veranstaltern, Musikern, Medienschaffenden und sonstigen Musikinteressierten. Gemeinsam haben wir beschlossen, dass es an der Zeit ist, für die Liebe auf die Straße zu ziehen. Der Zug der Liebe ist inzwischen übrigens auch ein eingetragener gemeinnütziger Verein! Jedes Wagenmacher Kollektiv gestaltet seinen Demowagen zusammen mit einem Verein, der dabei die Schirmherrschaft hat, und seine Ziele präsentieren kann.  Die Forderungen der Vereine werden zudem sicht- und hörbar durch Schilder & Transparente. Wir haben Reden am Anfang und Ende der Demonstration, wo Vereinssprecher für ihre Anliegen werben und auf Probleme hinweisen,  bei denen ihr unterstützend tätig werden könnt.

Ziele 2016

Am 30.Juli 2016 wird der zweite Zug der Liebe stattfinden. Wir gehen ein weiteres Mal auf die Straße für mehr Toleranz und Miteinander in unserer Gesellschaft, die sich mehr noch als letztes Jahr, in einem tiefen Konflikt befindet. Auf der einen Seite aufgeklärter Humanismus und Europa, auf der anderen Seite reaktionärer Nationalismus und Abkapselung. Es ist fast wie eine Zeitreise in vergangene Zeiten, und wir wollen ein Zeichen setzen gegen den Kurs der rechtspopulistischen AfD in Deutschland. Während wir alle über Trump lachten, hat die AfD zusammen mit Pegida hier massiv das politische Klima vergiftet. Die rechte Gewalt nimmt drastisch zu. Die Straftaten gegen Asylunterkünfte und ihre Bewohner haben sich gar vervierfacht, die Zahl der gewaltsamen Angriffe auf Flüchtlingsheime allein versechsfacht.

Wir setzen uns ein:

FÜR eine menschliche Lösung der europaweiten Flüchtlingsproblematik
FÜR ein tolerantes Zusammenleben ohne Rassismus und Rechtsextremismus
FÜR eine offene Gesellschaft ohne Armut und Diskriminierung

 

Ziele 2015

Zentrales Anliegen der Demonstration unter dem Titel „Zug der Liebe“ ist der Protest für Mehr Mitgefühl, mehr Nächstenliebe und soziales Engagement. Der Zug der Liebe ist eine politische Demonstration – und keine neue Loveparade. Sie will Themen in den Mittelpunkt stellen – und keine Marken. Sie will keine Djs featuren oder Geld für die Übertragungsrechte von Medienanstalten. Wir wollen auf Dinge, Einrichtungen und Aktivitäten hinweisen, die uns lieb geworden sind. Die vielleicht gefährdet sind oder einfach mal mehr Aufmerksamkeit brauchen. Deswegen beteiligen sich auch nur Initiativen und Gruppen an der Demo, die mehr als nur ihre Veranstaltungen promoten, die sich einmischen in die gesellschaftliche Diskussion, die viel mehr in ihre Anliegen investieren, als unter kommerziellen Aspekten zu rechtfertigen ist.

In diesem Zusammenhang setzt sich die Demonstration insbesondere für folgende Kernbotschaften ein:

– FÜR eine menschliche Lösung der europaweiten Flüchtlingsproblematik
– FÜR eine kulturorientierte Senatspolitik
– FÜR den Erhalt von Grünflächen
– FÜR Leben statt Hauptstadtwahn ohne Armut und Gentrifizierung
– FÜR mehr Jugendförderung und Schutz
– FÜR eine nachhaltige Stadtentwicklung
– FÜR ein tolerantes Zusammenleben ohne Pegida

– For a human solution of Europe-wide refugee problem
– For the preservation of green areas in Berlin
– For a better life instead of capital delusion without poverty and gentrification
– For more promotion and protection of our youth
– For sustainable urban development
– For a tolerant coexistence without Pegida
– For a culture oriented senate polictics

Das heißt auch: keine Werbebanner, keine Promotion-Teams, kein Getränkeverkauf, keine Sponsoren, kein Merchandising, keine Hymne. Wir wünschen uns eine mehr cluborientierte Senatspolitik, denn wie kann es sein, dass die Stadt ein hippes Image verkauft, dass sie gleichzeitig durch unsensible Bebauungspläne extrem zurechtstutzt. Wir fordern ein Recht auf Open Airs. Allein die bloße Tatsache, dass Halle und Bremen bereits über Freiflächen verfügen, und Berlin nicht, ist ein Armutszeugnis. Dabei geht es definitiv nicht um Freiluft Veranstaltungen, die aus rein kommerziellen Gründen stattfinden. Es ist nur eine kleine Sache, aber eine Kriminalisierung von Straßenmusikern wirkt wie eine hilflose Überreaktion angesichts gravierender sozialer Einschnitte in Problemkiezen. Wir sind gegen den zunehmenden Konflikt zwischen Eigeninteressen und Gemeinwohl, hervorgerufen durch eine Politik, die nicht mehr willens ist, positive Lebensentwürfe und Vorbilder zu generieren, und zu unterstützen. Wir wollen lokalen Vereinen und Organisationen eine Plattform bieten, um auch auf das tägliche Elend in Berlin aufmerksam zu machen, sei es nun das von Menschen oder von Tieren. Wir sehen mit großer Sorge ein neues Berlin wachsen, dass vollkommen an den Portemonnaies der Menschen vorbei baut, und dem Rest dank viel zu hoher Miete keinen Raum zum Sparen lässt. Wir sind nicht nur die Partymetropole Europas. Wir sind nicht nur die langen Kreuzberger Nächte. Und wir sind nicht blind für die gesellschaftlichen Veränderungen um uns herum, die in die falsche Richtung gehen. Wir sehen mit Besorgnis eine zunehmende Aggression im Umgang miteinander, in einer Stadt die für ihre offene und tolerante Lebensweise bekannt ist. Wir sagen: Redet miteinander anstatt euch gegenseitig anzuzeigen. Helft euch gegenseitig, denn was heute falsch läuft, werden eure Kinder ausbaden. Wir schreiben das Jahr 2015 und viele Sicherheiten, die wir noch in den letzten Jahren hatten, sind einfach weg. Wir sehen uns an Europas Außengrenzen mit einem zunehmenden Flüchtlingsstrom konfrontiert, und müssen zusehen, wie Menschen, die vor Bürgerkrieg und islamistischem Terror fliehen, im Mittelmeer ertrinken, weil unsere Politik mauert. Wir können entweder nur entsetzt die Nachrichten schauen, oder wir bringen die Probleme zur Sprache, und auf die Straße.